Kula ist nur einmal im Jahr…

Juli 14, 2017

und das aus vier verschiedenen Perspektiven. Enjoy!

Mai 1:
Wow, so schnell können 4 Tage Kula um sein. Ich wurde schon von vielen gefragt, wie sie denn nun war diese komische German Kula: hammer geil, krass anstrengend – körperlich und emotional, wunderschön, einfach wow!
Ich bin 2 Tage vor Beginn der Kula erst wieder in Deutschland gelandet und bin die Kula somit mit einem schönen 6-Stunden Jetlag angetreten, haha. Die fortgeschrittenen Workshops waren ziemlich geil, ziemlich hart, haben mich sehr voran gebracht, aber mir auch kleine aktuellen Grenzen aufgezeigt. Es hat viele Tränen und Kraft gekostet, meine Grenzen zu akzeptieren als das, was sie sind: aktuelle Grenzen, an denen ich weiter arbeiten muss und möchte, um besser zu werden.

Aber auch ganz abseits vom sportlichen Geschehen war die Kula sehr inspirierend. Gemeinsames Mittagessen in der Sonne auf der Wiese. Sehr berührende Gespräche mit FreundInnen, die mir auf einmal ihre verwundbare und traurige Seite gezeigt haben. Gemeinsames morgendliches Yoga mit Meditation und Singen. Laut aufspringende und schreiende Mai2, die von einem Käfer bekrabbelt wird: „Iiiiih, Natur!!!“. Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe zur Kula zu fahren udn freue mich riesig auf die nächste 🙂 .


M
ai2:
Zwei Tage später und ich habe immer noch harten Muskelkater (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sind es inzwischen fünf Tage, aber ich kann mich noch genau an diesen Muskelkater erinnern!), fühle mich wie 80 Jahre (wobei Damen mit 80 Jahren sich vielleicht trotzdem fitter fühlen als ich), ächze bei jedem Schritt und bin gleichzeitig auch noch überwältigt. Irgendwo im Osten, aber mitten in der Natur. Ein Ort mit 300 passionierten AcroYogis, wirklich leckerem veganen Essen und absolut tollen Menschen.

Direkt am ersten Tag machte ich den AcroDutch Workshop mit und muss sagen, dass das einer der besten war, die ich belegt habe. Man bedenke, dass der Workshop in den Farben gelb-rot markiert war, sprich: für Fortgeschrittene/Profis. Oh yeah. Ich war dabei :D. Foot2Hand, easy. Foot2Hand mit extended Hands, easy. Foot2Hand, während meine starke Base stand… ehhh.. herausfordernd, aber auch da stand ich wie ne eins. Die Grenze kam jedoch beim nächsten Schritt, wortwörtlich. Denn da war gefordert – nur Sekunden, aber mach das mal auf nem knapp 2 Meter Mann – den Fuß anzuheben und stehen zu bleiben. Naja, etwas zum Weiterüben. Fast vier Tage lang waren wir mit AcroYoga beschäftigt. Dutzende Workshops, kontinuierliches Training mit neu erlernten Figuren und dem beständigen Üben unseres liebsten Sports. Ich habe unheimlich viel gelernt, bin nun voller Ehrgeiz ein paar Kunststückchen zu erlernen und auszufeilen. Und auch voller Nostalgie denke ich an unser super schönes fly ’n flow fest. Dieses Gefühl war wieder da. Es war viel, es war wunderbar und das wars von meiner ersten Kula!

 

Gabriel:
Zur Kula bin ich mit großen Erwartungen angekommen und ich muss zugeben, am ersten Tag waren die “Workshops“ zwar ziemlich anspruchsvoll, aber ich hatte meine Zweifel ob ich hier wirklich viel Neues lernen kann. Am nächsten Tag kamen aber die absoluten Highlights eins nach den anderen. Ales & Tanja, das akrobatische Pärchen aus Slowenien, haben mir gezeigt, dass man mit genug Kreativität und Laune auf “Washing Machines“ kommen kann, wo ich im ersten Blick nicht gedacht habe, dass die möglich sind (da muss ich aber zugeben, für das “Crazy Washing Machines Workshop“, muss man schon etwas Verrückt sein).

Der Akrobat “Acro Bart“ hat mich daran erinnert, dass sogar, wenn man auch stark Leistungsorientiert ist, man auch Spaß haben kann, wenn Sachen nicht funktionieren, und der Pascal hat mich mit seiner Yoga Stunde dazu gebracht mir stark Gedanken über meine eigenen Ziele und Wünsche zu machen.
Die Kula war ein Festival, das mich emotional und körperlich unglaublich gefördert hat. Dies aber auf eine sehr positive und angenehme Art und Weise. Und das aller schönste wart natürlich Ihr- die ganze AcroYoga Community. Es hat sich so angefühlt als ob man mit jedem der Teilnehmer ein Teil von einer riesigen Familie war. Ich danke Euch für die Erlebnisse!


Oli:
Erst dachte ich, die Kula ist zu teuer für mich und wurde durch ein tolles Geburtstagsgeschenk eines besseren belehrt. (Nochmals danke, Ihr lieben – war soo geil!) Dann wollte ich mal wieder mit aller Kraft höher und weiter und hab dabei nicht auf mich selbst gehört. (Wer kennt diesen Spruch: „Schön ruhig atmen!“) Die Diagnose meines Hausarztes: Nabelbruch, OP, 3 Monate kein Sport! Ich war am Boden. Im Krankenhaus hat mir dann eine Yoga-Ärztin das ganze wieder in die Bauchhöhle geschoben und mir viel Spaß auf der Kula gewünscht. Und den hatte ich!
Sooo viele AkroYogis – ein starkes Familiengefühl, so viele neue Tips & Tricks, dass ich sie notieren musste, so yummi (Essen, Massagen und Kuscheln).

Mein erstes Highlight: Flo macht einen Handstand auf meinen Händen und ich renne im Versuch, ihn zu balancieren quer über die Matte. Nach dem Workshop stehen wir wie eine 1! Bäm!
Dann ging’s aber auch bergab: ich durfte nochmal lernen, nein zu sagen: Nein, lieber Flyer, wenn du nicht hoch genug springst, drück ich dich nicht hoch. Und wenn du hoch oben auf meinen Händen in die falsche Richtung springst, vom Spotter weg, dann mach ich nicht weiter. Und nein, auch wenn ich dir noch so sehr helfen will, dich da oben lächeln sehen will – wenn hier unten was nicht stimmt, war’s das. Das härteste für mich: mit Mais Frust und Enttäuschung umzugehen, weder akrobatisch noch zwischenmenschlich weiter zu wissen. Loslassen!
And up again: Washing machines mit 2 Flyern! Wie geil ist das denn? Ich wollte schon immer mal 2 Frauen jonglieren (Wobei, das muss doch auch same size gehen 🙂.
Geilstes warmup: Bring Sally up & down pushup challenge
Ich freue mich darauf, das alles mit Euch zu teilen und zu üben!

Das war unsere erste Kula, und dann auch noch gemeinsam! See you soon, spätestens beim nächsten FunDay oder dem nächsten Blogbeitrag.

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