Nach dem AcroYoga FunDay ist vor dem AcroYoga FunDay..

Januar 10, 2017

… und dazwischen ist das Sinnieren über das letzte Event. Also lasst uns das neue Jahr mit einem der schönsten Tage des letzten Jahres starten!

Im Dezember letzten Jahres hatten wir unseren inzwischen 3. AcroYoga FunDay. Wie schnell es sich rückblickend entwickelt hat, wow! Der 1. AcroYoga FunDay im Oktober war ein voller Erfolg. Voller Aufregung erstellte Mai 1 das Event bei Facebook und wir waren gespannt ob überhaupt jemand kommen würde. Und wie jemand kam! Fast 40 Leute wollten dabei sein.

Bei den Vorbereitungen des Tages halfen viele Freundinnen und Freunde, die Lust, Muse und Zeit hatten. Ich gehörte irgendwie auch dazu, wo ich doch wirklich unbegabt in der Küche bin. Ihr wisst ja gar nicht was für Kritik ich mir ständig anhören muss: „Schäle die Karotte nicht zu dir hin, sonst schälst du deine Haut ab.“, „Iss nicht ständig die Energiekugeln auf“, „Hör auf mich mit dem Messer zu bedrohen“. Keine Dankbarkeit sag ich euch  :roll:.

Trotzdem ist es eine kleine Tradition geworden sich vor den körperlichen Aktivitäten mit dem Kochen und dem Beisammensein des Teams schon mal warm zu machen und sich auf den Tag freudig einzustimmen.

Ich erhielt letztes Mal auch die ehrenvolle Aufgabe allen Menschen hübsche Namensschilder zu verpassen. Können ja nicht alle Mai heißen wie Mai 1 und ich, Mai 2  ;-). Kreativ, wissen wir. Die Menschen schritten herein und wurden von mir mit einem freudigen „Name! Für das Schild hier“ empfangen. Zum Glück gabs aber noch eine herzlichere Begrüßung von Mai 1. Nachdem alle eingetrudelt sind fangen wir pünktlich an. Zur Ruhe kommen, sich nochmal auf die kommenden Stunden einlassen und dann kann schon das Aufwärmen beginnen. Unsere AcroYoga Leiter*innen Gabriel und Mai 1 führen gekonnt, als hätten sie nie was Anderes gemacht, durch den Tag. (Dabei sind beide auch gerade mal ein halbes Jahr mit dabei, so krass.. Respekt von mir, Leute). Für den FunDay im Dezember gab es zum Aufwärmen Spielchen in Richtung „Wir sind eine Rollbahn und transportieren den Menschen, der auf uns liegt, bis ans andere Ende vom Raum“. Oder „Wir heben dich hoch während du deinen Waschbrettbauch/ Waschbärbauch  😀 anspannst“. Okay, wer sich meine geniale und so präzise Beschreibung nicht vorstellen kann, ist eingeladen, das nächste Mal zu kommen, das selbst zu erleben und besser zu erklären  :-P.

Nach der Runde sind garantiert alle heiß! Es wird in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Neulinge erhalten von Gabriel und Mai 1 eine kleine Einführung in die Welt des AcroYogas. Es wird Front Bird geübt, der Thron, die erste Washing Machine. Die Begeisterung und der Stolz, den die Teilnehmer dadurch verspüren, kann man im ganzen Raum fühlen und sehen. Erste Gedanken, dass man so Figuren, wie sie Gabriel und Mai 1 vorführen, niemals schafft, werden im Nu eliminiert, sobald man es erstmal selbst gemeistert hat. Selbstvertrauen hallo!

In der zweiten Gruppe sind dann die Erfahreneren. Sie können sich in einem separaten Raum im Jam-Stil austoben. Neue Figuren ausprobieren, die man irgendwo im Netz als Inspiration entdeckt hat, und weiter an bisherigen Washing Machines sowie Figuren üben. Doch auch hier ist die Atmosphäre ähnlich zu der der Neulinge. Die Begeisterung und der Stolz füllen die Brust und die Gesichter, wenn man neue Herausforderungen gemeistert hat. Und auch hier gilt: Wenn man mal hinfällt, ist das kein Scheitern! Es gehört genauso zum AcroYoga dazu. Denn wie sagt man so schön: Der Weg ist das Ziel #keineFloskel. Und wie witzig es sein kann zu fallen. Und diese Aussage von mir, einem sehr schmerzempfindlichen und jammer-freudigen Menschen. Da freuen sich sowohl Flieger als auch Base, dass der eigene Hintern das Gesicht des anderen nicht begrüßt hat. Blaue Flecke sind aber so etwas wie Medaillen, manchmal kann man seinen AcroYoga Partner dadurch sogar zu lebenslangen Massage-Einheiten verpflichten… Also, ich habe gehört man kann das machen, ich würde so was natürlich niiiemals bringen :mrgreen:. Lachen und Konzentration halten bei AcroYoga eben eine wunderbare Balance.

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Im Laufe des Tages werden beide Gruppen wieder zusammengeführt, sodass die Neuen auch was von den alten bzw. älteren Hasen lernen können. Aber das Aufeinandertreffen aller Beteiligten soll auch dazu führen, dass man sich beim AcroYoga ausüben nochmal richtig kennen lernen kann. Kommunikation, zusammen lachen und fallen, eine Figur meistern – das schweißt zusammen und schafft eine Vertrauensbasis, wie man sie sonst erst nach langer Zeit eigentlich erst erreicht.

Zum AcroYoga gehört neben der akrobatischen Seite natürlich auch das ThaiYoga wie es der Name schon verrät. Das heißt, die letzte ¾ Std des FunDays ist komplett für ThaiYoga Massage reserviert. Nach viel Muskelanstrengung beim Fliegen, Basen und Lachen kommt die Entspannung durch die Massage. Aaaah, ein wahrer Genuss.

Nach diesen action-reichen Stunden sind dann alle noch eingeladen die zuvor zubereiteten vegetarischen und veganen Gerichte unter der Anleitung vom hauseigenen Chefkoch Max zu genießen. Es wurden bisher unter anderem leckeres Erdnusscurry, erfrischender Blaubeer-Smoothie und ein winterlicher Dattel-Cashew Shake serviert. Happy Eating! Gutes Essen und gute Gesellschaft, was könnte den FunDay besser abschließen.

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Beim Schreiben dieses Textes kriege ich schon wieder richtig Lust auf den nächsten FunDay. Ich hoffe ich habe euch genauso Lust bereitet (moment, beim zweiten Lesen kommt das irgendwie falsch… ihr Schweine, bleibt ordentlich  😀). Schließlich sind es nur noch ein paar Tage bis zum 22.01.2017 – unserem erster AcroYoga FunDay des Jahres! Und wer es nicht schafft, schaut gerne auf unserer Facebook Seite vorbei. Wir halten euch mit weiteren Events und Infos dort auf dem Laufenden.

Bis dahin und flying regards,

Mai 2

The Bird aka Supermaaaan

Dezember 21, 2016

Hallo ihr Lieben,

heute haben wir eine Anleitung zur ersten AcroYoga Figur, die Anfänger ganz schnell wie Profis aussehen lässt  😎 . The Front Bird, auch the Superman genannt! Der Bird gehört zu einen der Basis Figuren, von wo aus man viele weitere und gewagtere Haltungen hinbekommt. Also dann, los gehts:

Kleiner Crashkurs  zu den Begrifflichkeiten vorab: Der Flieger ist im AcroYoga die Person, die von der Base getragen bzw. „geflogen“ wird. Der Spotter passt bei den Übungen auf, dass sich keiner der Beteiligten verletzt und kann ggf. noch Instruktionen geben, ob beispielsweise das Bein der Base gerader ausgestreckt werden oder der Flieger auf die Körperanspannung achten soll.
Die Base liegt meist auf dem Boden (in anderen Figuren kann es auch schon vorkommen, dass sie steht, aber dazu ein anderes mal) und verwendet ihre Beine oder Arme um den Flieger auszubalancieren, halten und eben zu fliegen.

Als Flieger stellt man sich nah von vorne an dem Po der Base, spannt die Bauchmuskeln an und stellt sich vor man wäre ein stabiles Brett. Im nächsten Schritt bewegt der Flieger sich langsam und kontrolliert in die Füße der Base und verharrt dabei nach wie vor in der Brettmentalität. Zur Hilfestellung können Base und Flieger sich die Hände geben, während beide beziehungsweise die vier Arme stark bleiben (d.h. kein Einknicken!). Geht der Blick zudem nach vorne, verhilft das dem Körper unterbewusst gerade und stabil zu bleiben. Hat der Flieger das Gefühl nach vorne oder hinten zu fallen, kann er die Base, die hierbei ja eigentlich die ganze Arbeit macht ;), bitten mehr zu pointen oder zu flexen. Joa, das war schon die ganze Aufgabe für den Flieger: eigentlich nur stabil bleiben, wie die cool Kids es eben so machen. Um als vollständigen Bird zu gelten, darf der Flieger optional natürlich auch die Hände in die Seite ausstrecken und sich vorstellen er wäre ein Vogel. Oder wem der Vogel nicht sexy genug ist, der nimmt den einen Arm zur Seite an die Hüfte und streckt den anderen in der Faust nach vorne. Noch den passenden Umhange angezogen, ein Windhauch in den Haaren, schönen engen Körperanz… Tut mir leid, ich schweife vom Thema ab. Jedenfalls ist die Figur des Birds auch als Superman bekannt.

Der Spotter hat bei dieser Figur zwei Möglichkeiten. Entweder hat er seine Hände nah an den Hüften des Fliegers oder er mimt den Sandwich-Maker und hat die Hände nah an dessen Bauch und Rücken. Nicht nur als Auffang-Maßnahme ist ein Spotter gut, sondern gerade in den Anfängen kann der Spotter den Flieger wieder ins Gleichgewicht bringen, wenn es mal Richtung Absturz gehen sollte.

Als Base liegt man hierbei auf dem Boden. Danach werden die Füße in die Luft gestreckt und man kontrolliert ob die Füße des Fliegers am eigenen Po sind und ob man diese mit den Fingern anfassen kann. Auf diese Weise ist der optimale Abstand garantiert. Hier können Base und Flieger sich wie oben beschrieben bereits die Hände geben. Nun legt die Base ihre Füße vorsichtig an den Bauch des Fliegers und zwar parallel an die vorderen Hüftknochen. Die Base knickt mit ihren Knien ein wenig ein, damit sich der Flieger drauf fallen lassen kann. Verlassen die Füße des Fliegers den Boden und befindet sich dieser parallel zur Base, kann die Base die Beine wieder gerade strecken und den Flieger in herrliche Höhen versetzen. Auch der Base tun sich hier tolle Möglichkeiten auf. Hast du keine Beinpresse zur Hand? Willst du subtil abschätzen wie viel dein Flieger wiegt (Tipp: Bei Frauen einfach immer 5kg weniger schätzen als man denkt oder merkt #ichDarfDas #ichBinNeFrau)? Kein Problem! Knick die Knie ein und strecke dann die Beine aus. So 30 Mal mindestens. The Bird ist auch eine super Gelegenheit für die Base die erste Koordination mit den Füßen zu lernen, indem sie den Flieger mit den Füßen eben mal ein bisschen nach rechts oder links bewegt. Für die Fortgeschrittenen ist es auch eine witzige Angelegenheit den Bird quasi wieder zum Menschen zu poppen und den Flieger quasi wegzutreten. Wie poppen genau geht, werden wir im Laufe der Serie noch besprechen. Bleibt gespannt! (Ok, Leute, wir brauchen einen neuen Begriff fürs poppen. Namensvorschläge werden gerne entgegen genommen.. Ernsthaft, wer kann poppen noch ernst nehmen?)

So, langer Text, aber nach ein bisschen Übung geht das sekundenschnell und in Perfektion. Viel Spaß damit!

Euer fly ’n flow Team